Bismut

Bismut ist ein rötlich-weiß glänzendes, weiches und relativ zähes Halbmetall. An trockener Luft ist es beständig, an feuchter bildet es eine Oxidschicht. Es reagiert somit nicht mit Wasser und nicht-oxidierenden Säuren wie Salzsäure und verdünnter Schwefelsäure. Salpeter- und Schwefelsäure lösen Bismut zu Bismutsalzen auf.
Bismut kommt in elementarer Form in der Natur vor, beispielsweise im Erz Wismutglanz und Wismutocker. Diese gibt es in Deutschland im Erzgebirge und im Schwarzwald. Die Hauptvorkommen liegen jedoch in Mexiko, Peru, Bolivien, China, Australien, Kanada und Spanien. Außerdem fällt Bismut als Nebenprodukt bei der Verhüttung von Blei-, Kupfer- und Zinnerzen an.

Wegen seiner niedrigen Wärmeleitfähigkeit wird Bismut zur Herstellung von niedrig schmelzenden Lötverbindungen und schmelzbaren Legierungen verwendet. Somit dient flüssiges Bismut als Kühlmittel in Kernreaktoren.
Bismutlegierungen werden auch in Heizbadflüssigkeiten, automatischen Brandmeldern und Sprinkleranlagen als Schmelzsicherung eingebaut.
In der chemischen Industrie wird Bismut als Katalysator genutzt. Bismutverbindungen sind zudem als silberweißes Perlglanzpigment in der Kosmetik nützlich.

 

Symbol:

Bi

Ordnungszahl

83

Metalleigenschaften

Halbmetall, Schwermetall                                      

Gruppe, Periode, Block:

15 (Stickstoff-Gruppe), 6, p

Kristallstruktur:

rhomboedrisch

Massenanteil an der Erdkruste:

2,00 · 10-5 %

Atommasse:

208,9804 u

Magnetismus:

dia -1,7

Dichte:

9,78 g/cm³

Mohshärte:

2,25

Schmelzpunkt:

271 °C

Siedepunkt:

1564 °C

Schmelzwärme:

11,3 kJ/mol

Verdampfungswärme:

179 kJ/mol

Molares Volumen:

21,31 · 10-6 m³/mol

Wärmeleitfähigkeit:

7,87 W/(m·K)

spezifische Wärmekapazität:

122 J/(kg·K)

elektrische Leitfähigkeit:

0,867 · 106 A/(V·m)

Elektronegativität:

2,02 Pauling

 

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