Indium

Indium ist ein seltenes, weiches und  silbrig-weißes Schwermetall. Es ist so weich, dass es mit der Hand platt gedrückt und mit dem Messer geschnitten werden kann. Bei Raumtemperatur oxidiert Indium nicht mit der Luft. In heißem Wasser und Basen sowie nicht organischen Säuren ist es nicht löslich, wohl aber in Mineralsäuren, Salpetersäure und Schwefelsäure.

Als eigenständiges Metall kommt Indium nur sehr selten vor. Vorzufinden ist es dagegen häufig in Indiummineralen wie Indit oder Roquésit. In der Praxis erfolgt die Gewinnung aber ausschließlich aus Zinkerzen, insbesondere aus Sphalerit. In Kanada, China und Peru sind die größten Vorkommen  von indiumhaltigen Erzen. Diese lassen sich aber auch in Australien, Südamerika, Japan, Russland, Südafrika, USA, Afghanistan und einigen europäischen Ländern finden.

 

Die Anwendungsgebiete von Indium sind sehr vielfältig. Die Anwendung ist jedoch aufgrund der Seltenheit und somit des hohen Preises beschränkt. Indium wird zum größten Teil in Verbindungen mit anderen Elementen weiterverarbeitet. Zur Erhöhung von der Korrosionsbeständigkeit und Härte von anderen Metallen wird es als Legierungsbestandteil verwendet, beispielsweise in Dentall-Legierungen und Lötzinn.

Weitere Einsatzbereiche sind der Bau von Spulen und Transformatoren in Form von Indium-Kupfer-Mangan-Legierungen, die Schmuckherstellung, in Hochtemperatur-Thermometern als Gallium-Indium-Legierungen, in metallischen Klebmassen sowie in Glasfarben und Spiegeln zur Benetzung von Glas. Indiumverbindungen werden auch für Halbleitermaterialen in Phototransistoren, Solarzellen und Lasern genutzt.

 

 

Symbol:

In

Ordnungszahl

49

Metalleigenschaften

Erdmetall, Schwermetal                                   

Gruppe, Periode, Block:

13 (Bor-Gruppe), 5, p

Kristallstruktur:

tetragonal

Massenanteil an der Erdkruste:

1,00 · 10-5 %

Atommasse:

114,818 u

Magnetismus:

dia -5,1

Dichte:

7,31 g/cm³

Mohshärte:

1,2

Schmelzpunkt:

157 °C

Siedepunkt:

2072 °C

Schmelzwärme:

3,26 kJ/mol

Verdampfungswärme:

226 kJ/mol

Molares Volumen:

15,76 · 10-6 m³/mol

Wärmeleitfähigkeit:

81,6 W/(m·K)

spezifische Wärmekapazität:

233 J/(kg·K)

elektrische Leitfähigkeit:

11,94 · 106 A/(V·m)

Elektronegativität:

1,78 Pauling

 

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